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Praxis für Integrative Krankengymnastik
Nach erfolgreicher Durchführung der ersten Ferienfreizeit 2008 planen wir auch für das Jahr 2010 eine einwöchige Ferienfreizeit für Jugendliche mit einer Lernschwäche an. Die Freizeit beginnt in den Sommerferien, Ferienfreizeit 24.-31.07.2010. Das Reiseziel ist die autofreie Nordseeinsel Spiekeroog, wo die Gruppe im CVJM Haus Quellerdünen untergebracht sein wird. (Hier weitere Infos)
Einen kleinen Einblick in die Arbeit erhalten sie durch einen Filmbeitrag der ZEIT.
Eine von mir betreute Familie berichtet über "Nachwuchs in der Familie" in der WDR Servicezeit
Praxisräume
Die hellen und freundlich ausgestatteten Räumlichkeiten sind so ausgelegt, dass die Krankengymnastik mit den Kindern unterschiedlicher Altersstufen und Erscheinungsbildern sowohl in der Einzel- als auch in der Gruppentherapie durchgeführt werden kann.
Angebote
Bewegung ist Leben – Leben ist Entwicklung
Wir betreuen Säuglinge, Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit vielfältigen und zum Teil kombinierten sensomotorischen, orthopädischen, chirurgischen und neurologischen Auffälligkeiten, Problemen und Störungen.
Die Entwicklungsverzögerungen bei Kindern zeigen u.a. neben der motorischen Ungeschicktheit auch häufig Verhaltensauffälligkeiten, Konzentrationsproblemen und Aufmerksamkeitsschwierigkeiten.
Neurologische und genetisch bedingte Erscheinungsbilder sowie Syndrome erfordern neben der gezielten Therapie auch eine dem Alltag angepasste und adäquate individuelle Hilfsmittelversorgung, wie z.B. ein Rollstuhl, ein Stehtrainer, Badehilfen, Schuh-Einlagen- und/oder Orthesen -Versorgung usw..
Die Kinder werden je nach Diagnose und dem von uns erstellten Funktionellen Befund, z.T. mit standardisierten Testungen ergänzt (WET, MOT, MFED oder BSID III), in der Einzeltherapie begleitet. Bei vielfältigen Auffälligkeiten, besonders im sozialen und emotionalen Bereich kann nach Rücksprache mit dem verordneten Arzt auch eine Gruppentherapie durchgeführt werden.
Je früher mit der adäquaten und begleitenden Therapie begonnen werden kann, desto schneller und effektiver kann die ganzheitliche sensomotorische Entwicklung beeinflusst werden.
Überblick der spezifischen und zertifizierten pädiatrischen – neuropädiatrischen und neurologischen Therapie und Entwicklungsförderung
Funktionelle und standardisierte Diagnostik bei Entwicklungsstörungen und bei den verschiedenen Klassifikationen der cerebralen Bewegungsstörungen
Bobath- Therapie für Kinder und Erwachsene
Vojta – Therapie für Kinder und Erwachsene
Brondo - und Castillo Morales - Therapie
Sensorische Integration
Kinder - Rückenschule
LOKOMAT - Therapie
Möglichkeiten zur Therapieindikationen Krankengymnastik für Kinder, Jugendliche und Erwachsene (diesen Part habe ich bisher ziemlich am Ende gehabt..)
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Behandlungsschwerpunkte Säuglinge Kinder und junge Erwachsene
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Die Basis der krankengymnastischen Behandlung ist die ganzheitliche, individuelle und verantwortungsbewusste Entwicklungsförderung der kleinen Patienten, Kinder, Jugendliche sowie die Anleitung der Eltern und Bezugspersonen.
Diese vielseitige und beeindruckende Krankengymnastik fordert sowohl die Patienten als auch die Therapeuten mit all ihren motorischen, kognitiven, emotionalen und sozialen Möglichkeiten und bedeutet für die effektive Therapie weit mehr als nur eine Behandlung nach einem formulierten Konzept.
Es ist eine Verknüpfung von vielen Elementen, eine Integration u. a. von den folgenden Methoden und Konzepten
Funktionelle Diagnostik
Die funktionelle Diagnostik beinhaltet eine Reihe von standardisierten Untersuchungsmethoden, die auf Kinder und Jugendliche mit einer deutlichen Entwicklungsstörung und/oder Cerebralparese zugeschnitten wurden. Eine Diagnostik wird in der Regel vor und nach einer geplanten Therapie (z.B. Krankengymnastik, Lokomat) durchgeführt. Häufig wird diese mit einer Ganganalyse durch das Ganglabor ergänzt.
Ziele der Funktionellen Diagnostik
- eine objektive Verlaufskontrolle für den einzelnen Patienten darzustellen und
- eine Vergleichbarkeit zwischen den verschiedenen Patienten zu ermöglichen
Methoden der Funktionellen Diagnostik:
- Gehtests: 6 min Gehtest, 10 m Gehtest
- ROM, Silverskijold-Test, Poplitealwinkel, dynamischer Knieabstand, modifizierte Tardieuskala
- Ashworth-Scale, GMFCS, FAC, FMS
- GMFM
Bobath Therapie
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Das von Dr. Karel Bobath ( Neurologe und Psychiater ) und Dr.h.c. Berta Bobath (Krankengymnastin) entwickelte Konzept dient der ganzheitlichen Behandlung von Säuglingen, Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen.
Dieses immer weiter entwickelte Konzept fördert die eigenständige Regulation von Haltung und Bewegung.
Basierend auf der normalen Bewegungsentwicklung im ersten Lebensjahr gibt es zwei Schwerpunkte in der Arbeit:
Das Handling, die Handhabung des Kindes bzw. des Patienten von Geburt an.
Das Handling fördert die gesamte Entwicklung und Selbstständigkeit und unterstützt somit die Ziele und den langfristigen Erfolg der gesamten Therapie.
Nach therapeutischer Anleitung kann und sollte es von allen Personen im Umfeld des Kindes angewandt werden, wie z.B. das aufnehmen und hinlegen des Kindes, das An- und Ausziehen, Hilfe beim Baden und Essen usw.
Das Fazilitieren bedeutet die gezielte Hilfestellung des Therapeuten während der Bewegungsabläufe des Patienten unter Berücksichtigung seines Entwicklungsstands. Diese gezielten Impulse, soviel wie nötig, so wenig wie möglich, sollen die Bewegungsmöglichkeiten qualitativ verbessern, um eine größtmögliche Eigenkontrolle von Haltung und Bewegung zu erreichen. Die damit angestrebte Selbstständigkeit kann mit einem adäquaten Hilfsmittel, einem individuellen Übungsprogramm sowie sinnvollen Sportarten unterstützt werden.
Je früher mit der adäquaten und begleitenden Therapie begonnen werden kann, desto schneller und effektiver kann die ganzheitliche sensomotorische Entwicklung beeinflusst werden.
Vojta Therapie
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Diese Methode wurde in den 50er Jahren durch den Neurologen Prof. Dr. Vaclaw Vojta entwickelt.
Er geht davon aus, dass bereits bei der Geburt das Programm der idealen Bewegungsentwicklung im Gehirn wie in einem Computer gespeichert ist. Durch die Plastizität des Gehirns kann man in die Steuerung des Gehirns eingreifen, um Haltung und Bewegung zu beeinflussen. Die dadurch entstandenen Bewegungen werden Reflexfortbewegungen genannt.
Die Reflexfortbewegungen ( Reflexumdrehen und Reflexfortbewegung ) werden in ganz bestimmten Ausgangspositionen durch Druck auf festgelegte Punkte/Zonen am Körper ausgelöst.
Durch die Vojta Behandlung wird das Gehirn angeregt, das Programm des angeborenen idealen Bewegungsmuster, wie z.B. das Drehen, das Krabbeln usw. in Gang zu setzen.
Eine drei bis viermalige Anwendung über den Tag verteilt ist notwendig.
Es kann dadurch erreicht werden, dass das Kind/ der Patient den ganzen Tag verbesserte Haltungs- und Bewegungsmöglichkeiten hat und diese auf Dauer in seine Spontanmotorik einsetzt.
Das Kind/ der Patient kann sich zwischen den Behandlungen freier und physiologischer bewegen und somit sich selbst und seine Um-/ Mitwelt entdecken und wahrnehmen.
Die Reflexfortbewegung ist anstrengend, der Säugling kann dies nur durch Schreien mitteilen.
In der Regel wird der Säugling, nach kurzer Eingewöhnungszeit, nach der Anstrengung sofort wieder ruhig.
Sobald die Kinder andere Mitteilungsmöglichkeiten haben, nutzen Sie diese und das Schreien während der Behandlung hört auf.
Die Vojta Therapie ist von Geburt an bis ins hohe Alter abruf- und anwendbar und bei jeder Störung von Haltung und Bewegung einsetzbar.
Bei Säuglingen sollte die Behandlung frühzeitig begonnen werden. Dann hat sich die Bewegungsstörung oder orthopädische Fehlhaltung noch nicht festgesetzt und kann günstig beeinflusst werden.
Sensorische Integrationstherapie
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Jean Ayres, eine amerikanische Ergotherapeutin und Psychologin war Begründerin der Therapie.
„Sensorische Integration ( SI ) ist die Aufnahme, Weiterleitung und Verarbeitung der sinnlichen Eindrücke und die Organisation von Gedanken und Gefühlen zu sinnvollen und befriedigenden Handlungen auf der Basis einer sich vervollständigenden Gehirnfunktion“
Als wichtiges Kriterium SI zu erkennen und einschätzen zu können, dient der Bewegungsausdruck, d.h. anhand von Bewegungen ( quantitativ und qualitativ ) lässt sich schon beim Säugling erkennen, wie gut Sensorische Integration erfolgt.
Im späteren Kindes- und Schulalter sowie im Erwachsenenalter treten diese Entwicklungsverzögerungen in den Hintergrund, Probleme in der Koordination, Ausdauer und Konzentration mit Auswirkungen auf die schulischen Leistungen werden deutlich und können sich auf das Verhalten, das Selbstbewusstsein und die emotionale Stabilität auswirken.
Durch gezielte Beobachtungen des Bewegungsverhalten, durch Erspüren der Muskelspannung und Elterngespräche wird ein fundierter, funktioneller Befund erhoben, der ermöglicht, genau dort die Wahrnehmung und Bewegung zu fördern, wo das Kind ein Problem hat, d.h. wo die unzureichende Verarbeitung der Sinneseindrücke das Kind aus dem Gleichgewicht bringt.
Eine wichtige Hilfe dabei ist das Bobath Konzept, d.h. durch das frühzeitige Handling im Alltag und die Fazilitation durch den Therapeuten hat das Kind die Möglichkeit, seine Sinneseindrücke zu koordinieren und integrieren, um somit seine Bewegungs- und Handlungsmöglichkeiten zu erweitern und zu automatisieren.
Bewegung – Wahrnehmung – Lernen
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Gruppentherapie zur Förderung der Motorik und Sensorik
Es werden Gruppentherapien für verschiedene Altersstufen mit ca. zwei bis max. 8 Kindern angeboten, die je nach Anzahl der Kinder von 1-2 Therapeuten geleitet werden. Ein fester Bestandteil der Gruppentherapie ist der regelmäßige Austausch mit den Eltern und den verordneten Ärzten.
Bewegung ist Leben – Leben ist Entwicklung Die Förderung der motorischen Kompetenzen in der Kleingruppe mit Kindern bedeutet Entwicklung von:
Ausdauer – Kraft – Schnelligkeit – Koordination – Beweglichkeit – Geschicklichkeit – Konzentration – Handlungskompetenz – Konfliktlösungsstrategien – Sozialkompetenz – Selbstbewusstsein
Entwicklungsförderung ist Handlungsförderung Ein Kind kann die Integration von Bewegung und Wahrnehmung zum Lernen nur handelnd entwickeln. Unsere Förderung orientiert sich an der wichtigsten und Altersentsprechenden Handlungs- und Entwicklungsebene der Kinder vom Kleinkind bis zum Schulalter: dem Spiel
Das Spiel bietet den Kindern den vielfältigen Reichtum an sinnvollen Erfahrungen- und Erlebnismöglichkeiten und ist damit die entscheidende Grundlage aller Bewegungs-, Wahrnehmungs- und Sozial- und Lernfähigkeiten.
Lokomat Therapie
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Der Lokomat bietet das erste robotergestützte Gangtraining für Patienten mit neurologischen Erkrankungsbildern an. Haus Walstedde hat sich dabei auf das Gangtraining von Kindern spezialisiert. Hauptsächlich sind es Kinder und Jugendliche mit einer angeborenen Cerebralparese, bei denen das (Wieder-) Erlernen des Gehens durch den Lokomat unterstützt wird.
Die Patienten laufen dabei auf einem Laufband und sind mit einem Entlastungsgurt gesichert. Dieser gibt zusätzlich die Möglichkeit soviel Entlastung wie nötig, so wenig wie möglich während des Trainings zu geben.
Die Beine der Patienten werden durch die Beinorthesen des Lokomaten in einem physiologischen Gangbild geführt. Durch viele individuelle Einstellmöglichkeiten durch den Therapeuten wird ein möglichst optimales Gangbild erreicht.
Der Lokomat bietet gegenüber dem manuell geführten Laufbandtraining den Vorteil, dass er das physiologische Gangbild kontinuierlicher und über einen längeren Zeitraum halten kann.
Durch viele Wiederholungen wird die Neuroplastizität aktiviert, d.h. das physiologische Gangbild soll im Gehirn gespeichert und automatisiert werden.
Um diesen Effekt optimal auszureizen, kommen die Kinder zur Blocktherapie 10-12x in 2-3 Wochen zum Lokomattraining.
Weitere positive Einflüsse hat der Lokomat u.a. auf:
- die Rumpfaufrichtung
- die Tonusregulation und Bewegungsqualität
- die Kondition
- das Herz-/Kreislaufsystem
- die Motivation
- die emotionale Stabilität
Gruppentherapie für Kinder
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Es werden Gruppentherapien in verschiedenen Altersstufen mit insgesamt 5 Kindern angeboten, die von zwei Therapeuten geleitet werden. Ein fester Bestandteil der Gruppentherapie ist die Elternberatung.
Indikationen
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§ AufmerksamkeitsDefizitSyndrom mit und ohne Hyperaktivität
§ Schwierigkeiten in der Kontaktaufnahme zu anderen Kindern
§ Sozial unsichere Kinder
§ Ängstliche Kinder
§ Schwaches Selbstbewusstsein/Selbstwertgefühl
§ Auffälligkeiten in der motorischen Entwicklung
Behandlungsziele
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§ Spaß und Freude mit anderen Kindern gemeinsame Aktivitäten durchzuführen
§ Sprachliche und soziale Kommunikation stärken
§ Erlernen von Konfliktstrategien
§ Bessere Eigenwahrnehmung und dadurch verbesserte Fremdwahrnehmung
§ Verbesserte Koordination von Bewegungsabläufen
§ Strukturierung von Ideen und Planung ihrer Umsetzung
§ Größere Selbstständigkeit
ZENIT- FUNDATION Bolivien www.zenit-fundation.com
Presse: Bolivien Frühjahr 2008 (Artikel)
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